Erstellt am 12. Februar 2012
Ich habe länger nicht mehr geschrieben, weil es mir vorkommt, als ob ein Wunder geschehen sei. Judith geht es seit dem letzten Krankenhausaufenthalt richtig gut. Sie nimmt Tabletten, geht zu allen Hilfsangeboten, ist glücklich, weil sie abgenommen hat und macht sich richtig mutig wieder an ein neues Leben. Wenn sie mich besucht, wenn wir zusammen (…)
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Erstellt am 7. Januar 2012
Es gibt sie, diese guten Momente. Meine Tochter ist seit Sylvester wieder in ihrer Wohnung und es scheint, als ob ihr der Krankenhausaufenthalt, vor allem natürlich die Tabletten, gut getan haben. Sie hat sich vorgenommen, einiges zu tun, will sich vielleicht einer Gruppe anschließen. Leider ist sie aber eben auch von den manischen Höhen in (…)
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Erstellt am 12. Dezember 2011
Meine Tochter ist wieder im Krankenhaus, diesmal nicht ganz so aufregend. Die Betreuerin hat die Feuerwehr angerufen und sie sind gemeinsam zu ihrer Wohnung gegangen. Sie ist dann relativ friedlich mit gegangen. Im Krankenhaus traf sie auf einen verständnisvollen Arzt, der ihr sagte, wenn sie freiwillig im Krankenhaus bleibt, dann könne sie auf die offene (…)
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Erstellt am 9. Dezember 2011
Meine Tochter macht mir wieder Sorgen. Wir Angehörigen, die ihre Kinder in einer Psychose erlebt haben, wissen, wie das ist. Plötzlich wird die Tochter wieder extrem nervös, klagt, dass sie nicht schlafen können und ist schnell aufgeregt und gereizt.
Ich überlege, wie ich ihr helfen kann, damit es diesmal nicht wieder zum Ausbruch (…)
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Erstellt am 2. Dezember 2011
Erst mal danke ich für all die guten und unterstützenden Kommentare und kann nur alle bitten, sich rege an der Diskussion zu beteiligen. Auch ich schreibe ja, weil es mir gut tut, mir etwas “von der Seele” schreiben zu können. Und ich kann nur profitieren von den Erfahrungen anderer in meiner Situation. Eine Angehörige hat (…)
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Erstellt am 6. August 2011
Im Mai war ich auf dem Internationalen Recovery Kongress in Bozen. Es war interessant und auch tröstlich, welche Initiativen es in Italien und auch in den USA gibt, die eine gute Alternative zum gängigen Psychiatrieaufenthalt zu sein scheinen. Ich berichte noch darüber.
Aber wir Angehörigen kamen wieder einmal nicht vor. Es hat keine Angehörige einen Vortrag (…)
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Erstellt am 22. Juni 2011
Ich glaube, dass einer der häufigsten Sätze, die ich von Freuden höre ist “Du darfst doch nicht…” oder Du kannst doch nicht…”. Natürlich darf ich nicht. Ich darf meiner Tochter nicht sagen, dass ich kein Lust mehr habe, mich ständig beschuldigen zu lassen, dass ich an allem, was ihr Schlimmes passiert Schuld habe. Ich darf (…)
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Wir sind immer Angehörige - nie einfach Frauen oder Männer oder Eltern oder Liebhaberinnen oder Buchbegeisterte oder Marathonläuferinnen…Es fällt mir so schwer, mich mal einen Tag davon zu trennen, dass ich Angehörige bin. Manchmal habe ich einfach keine Lust mehr dazu, rücksichtsvoll zu sein. Und nie zu viel zu fordern, aber meine Tochter auch nicht (…)
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Erstellt am 6. Februar 2011
Wie so viele andere psychisch Kranke will meine Tochter keine therapeutische Hilfe. Und ich weiß nicht, wie ich sie dazu bringen kann oder ihr die vielen Hilfen, die es gibt, nahebringen kann.
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Judith musste wieder ins Krankenhaus. Ich bin froh darüber, weil ich weiß, dass es nicht anders ging. Ich bin traurig, weil es ihr so schlecht geht. Seit Monaten schon ging es ihr schlecht, es war schlimm für sie und unerträglich für mich. Zum ersten Mal seit Jahren hat sie den Kontakt zu mir weitgehend abgebrochen. (…)
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