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	<title>Kommentare f&#252;r Medusa-Blog</title>
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	<description>Mein Leben als Angehörige psychisch Kranker</description>
	<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 14:25:46 +0000</pubDate>
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		<title>Kommentar zu Einbeziehung von Angehörigen psychisch Kranker? In der Praxis nicht festzustellen! von doublebind</title>
		<link>http://www.medusa-blog.de/einbeziehung-von-angehoerigen-psychisch-kranker-in-der-praxis-nicht-festzustellen/comment-page-1/#comment-509</link>
		<dc:creator>doublebind</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 14:27:32 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Bloggerin,
ich habe alle Ihre letzten Mitteilungen vom Dezember gelesen.
Zutiefst bin ich bestürzt über das, was Sie immer wieder durchmachen und auch über die "Ausgrenzung" vonseiten der Ärzte etc... Scheusslich ist die Erfahrung des Alleingelassenwerdens und der Isolation...

Ich will Ihnen von einer Erfahrung erzählen:
Ich selbst habe gerade 11 Jahre Horror hinter mir, bin krank geworden an Körper und Seele. Im Mai hatte ich zu allem Übel auch noch eine Brustkrebsoperation - aber, gut überstanden. Finanziell bin ich "auf den Hund" gekommen. Wie es dazu kam? -  Ich hatte einem jungen Menschen (seinerzeit 21 Jahre alt), der nicht nur psychisch und physisch krank war, geholfen und dafür gesorgt, dass er hier in Deutschland bleiben konnte und sozialversichert war. Er war auch mittellos und hatte keine Bleibe, als ich ihn in einem Schwulenklub kennenlernte...Zunächst hatte ich ihn bei mir aufgenommen, bis er eine eigene Einzimmerwohnung bekam (Betreutes Einzelwohnen...). Als ich ihn kennenlernte, ging er noch auf den Strich und war in diesem Zusammenhang HIV-positiv geworden, wie sich später herausstellte. Er kam aus dem "europäischen" Ausland...hatte keine Familie. Schwerst misshandelt und als kleiner Junge über Jahre sexuell von vielen verschiedenen Männern missbraucht...auch von Priestern übrigens! Grossgeworden war er in einem Waisenhaus, in dem man ihn als Baby abgegeben hatte. Später wurde er in verschiedenen "Pflegefamilien" regelrecht herumgereicht. Alles dies hatte er mir fast "autistisch" nach und nach anvertraut. Alles Realität - ich habe recherchiert.
Ich will davon nicht allzu ausgreifend bzw. detailliert erzählen, weil  mich das, was ich mit diesem Menschen und dem sogenannten "fachkompetenten Umfeld", das ich ihm in Deutschland ermöglicht hatte, durchgemacht und erlebt habe, bis in die letzte Faser meiner Seele verletzt und traumatisiert hat. Bis heute. Am Schlimmsten von alledem aber ist für mich die Erfahrung, dass ich für das, was ich getan habe, weder ein Wort der Anerkennung, noch irgendeine moralische und aktive Unterstützung für mich als sogenannte "mütterliche Bezugsperson", oder, Wertschätzung erfahren habe. Von niemandem. Es hatte mich ja niemand "gezwungen", zu helfen, hiess es. Man hat mir sogar fragwürdige Absichten unterstellt bzw. Egoismus...vielleicht, um meine sogenannte "Einsamkeit" zu kompensieren, wie man mir unterstellen zu dürfen glaubte. Ich bin unverheiratet und lebe sehr bewusst und gern allein und unabhängig. In all' den Jahren habe ich viel Hohn, Spott und Verachtung "geerntet". Niemand aber wollte genauer hinschauen. Niemand wollte den jungen Menschen einmal näher kennenlernen. Und niemand ist überhaupt auf die Idee gekommen, dass ich diesem Menschen aus Menschenliebe geholfen habe. Ich weiß aus eigener, quälender Erfahrung, wie es sich anfühlt, misshandelt...und verstossen zu werden. Meine "Freunde" habe ich verloren, meine freiberufliche Arbeit als Übersetzerin (ich übersetzte in die und aus der Sprache des Herkunftlandes des Menschen, von dem ich hier erzähle) konnte ich nicht mehr weitermachen aufgrund der dauernden emotionalen und psychischen Belastung...Seine Diagnose: Paranoide Schizophrenie. Als Differenzialdiagnose: Schizoaffektive Psychose...Dies nach anderen Diagnosen, wie "Anpassungsstörung, Depression, Schweres Borderlinesyndrom, Narzisstische Persönlichkeitsstörung"... Sämtliche  Ärzte, Sozialarbeiter, Sozialpsychiatrischer Dienst, Psychiater etc. haben sich über all' die Jahre nur "standardmässig", sprich: kaum um ihn bemüht oder Interesse für ihn oder für mich gezeigt. Es fehlte zudem jegliche Koordinierung und Zusammenarbeit unter den für ihn wichtigen und zuständigen Ärzten. Immerhin galt hier ein besonderes Verantwortungsbewusstsein - wegen der Kombination "HIV und Schizophrenie"! Man stelle sich allein die Medikamente und ihre Wechselwirkung bzw. Verträglichkeit vor!... Andererseits haben sie mich allein gelassen mit der ganzen Verantwortung und einer Belastung, die ein dauernder Katastrophenalarm war...auch aufgrund der zahllosen und lebensgefährlichen Selbstverletztungen, die sich der junge Mensch zufügte...Mehr als einmal habe ich ihm das Leben gerettet, ihn auf eigene Kosten ins Krankenhaus gebracht, ihn begleitet bei wichtigen Terminen. Er war anfänglich nicht so firm in der deutschen Sprache und hatte aufgrund seiner Psyche erhebliche Konzentrationsschwierigkeiten. Auf mein Bitten um begleitende Hilfe, um das sooft in den Arztbriefen von den Psychiatern als dringend empfohlene "Netzwerk" und auf mein Bitten um fachmännische Unterstützung vonseiten der für ihn zuständigen "Experten" ist man nicht eingegangen... Ich bezeichne das als unterlassene Hilfestellung. Man hat nicht nur mich alleingelassen, sondern auch ihn. Als ich ihn kennenlernte, war er gerade 21 Jahre alt geworden. Ich frage mich, wie "gefühlskalt" muss man sein, sich nicht in die Lage eines so jungen Menschen versetzen zu können, der nicht nur durch schwerste Traumatisierungen psychisch krank geworden ist, sondern nach einem ersten Suizidversuch  in der hiesigen, geschlossenen Psychiatrie landet und nach einem Bluttest eine Woche später von der Stationsärztin mitgeteilt bekommt, er sei HIV-positiv! Der Skandal war gewesen, dass der HIV-Bluttest nach einer Woche noch unvollständig war (Westernblot) und nicht mit seinem bewussten Einverständnis gemacht worden war. Ich habe lange in der AIDS-Hilfe gearbeitet und war schon seinerzeit bestens informiert über Patientenrecht etc...Er hätte ein Recht auf Schmerzensgeld gehabt und ich hatte zusammen mit der AIDS-Hilfe einen Rechtsanwalt konsultiert. Als psychisch Kranker in der geschlossenen Psychiatrie aber hätte er keine Chance gehabt. Und ich, als nicht "familienangehörig" auch nicht. Ich habe viel Geld bezahlt...und nichts erreicht!
Ich möchte abschließend noch hinzufügen, dass ich eine psychisch kranke Mutter habe (manisch-depressiv; psychotisch) und eine irreversibel kranke, jüngere Schwester (katatone, paranoide Schizophrenie)...mein Vater hat sich sehr jung aus Verzweiflung das Leben genommen...und mich "alleingelassen". Ich selbst bin "gesund", was mir heute manchmal wie ein Fluch, wie ein Verhängnis vorkommt. Der Rest der Verwandtschaft hat sich distanziert und weggeschaut...bis heute. Gleichwohl betätigt sie sich gern und oft als Spender bei Charity-Veranstaltungen für Hilfsprojekte in der Welt, was freilich "sauberer" und bequemer ist...weil schön weit weg.

All' dies habe ich erzählen wollen, um Sie wissen zu lassen, dass ich nachempfinden kann, wie Sie sich fühlen...Ich hoffe, Sie empfinden mich nicht als anmaßend. Es tut mir leid, dass ich Ihnen auch keine praktischen Tipps geben kann. Nur mein Mitgefühl.

Ich wünsche Ihnen  kluge und herzensgute Menschen in Ihrer Nähe, die zu Ihnen halten und das besitzen, was man Empathie und gelebte Mitmenschlichkeit nennt. Menschen, die Sie nicht allein lassen.

Weil heute Heiligabend ist, wünsche ich Ihnen - auch Ihrer Tochter - eine hoffentlich friedliche Weihnacht, und für das Neue Jahr, dass Ihnen Vieles "glücken" möge.
Gelegentlich melde ich mich mal...
Ihnen alles Gute, Kraft und Gesundheit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Bloggerin,<br />
ich habe alle Ihre letzten Mitteilungen vom Dezember gelesen.<br />
Zutiefst bin ich bestürzt über das, was Sie immer wieder durchmachen und auch über die &#8220;Ausgrenzung&#8221; vonseiten der Ärzte etc&#8230; Scheusslich ist die Erfahrung des Alleingelassenwerdens und der Isolation&#8230;</p>
<p>Ich will Ihnen von einer Erfahrung erzählen:<br />
Ich selbst habe gerade 11 Jahre Horror hinter mir, bin krank geworden an Körper und Seele. Im Mai hatte ich zu allem Übel auch noch eine Brustkrebsoperation - aber, gut überstanden. Finanziell bin ich &#8220;auf den Hund&#8221; gekommen. Wie es dazu kam? -  Ich hatte einem jungen Menschen (seinerzeit 21 Jahre alt), der nicht nur psychisch und physisch krank war, geholfen und dafür gesorgt, dass er hier in Deutschland bleiben konnte und sozialversichert war. Er war auch mittellos und hatte keine Bleibe, als ich ihn in einem Schwulenklub kennenlernte&#8230;Zunächst hatte ich ihn bei mir aufgenommen, bis er eine eigene Einzimmerwohnung bekam (Betreutes Einzelwohnen&#8230;). Als ich ihn kennenlernte, ging er noch auf den Strich und war in diesem Zusammenhang HIV-positiv geworden, wie sich später herausstellte. Er kam aus dem &#8220;europäischen&#8221; Ausland&#8230;hatte keine Familie. Schwerst misshandelt und als kleiner Junge über Jahre sexuell von vielen verschiedenen Männern missbraucht&#8230;auch von Priestern übrigens! Grossgeworden war er in einem Waisenhaus, in dem man ihn als Baby abgegeben hatte. Später wurde er in verschiedenen &#8220;Pflegefamilien&#8221; regelrecht herumgereicht. Alles dies hatte er mir fast &#8220;autistisch&#8221; nach und nach anvertraut. Alles Realität - ich habe recherchiert.<br />
Ich will davon nicht allzu ausgreifend bzw. detailliert erzählen, weil  mich das, was ich mit diesem Menschen und dem sogenannten &#8220;fachkompetenten Umfeld&#8221;, das ich ihm in Deutschland ermöglicht hatte, durchgemacht und erlebt habe, bis in die letzte Faser meiner Seele verletzt und traumatisiert hat. Bis heute. Am Schlimmsten von alledem aber ist für mich die Erfahrung, dass ich für das, was ich getan habe, weder ein Wort der Anerkennung, noch irgendeine moralische und aktive Unterstützung für mich als sogenannte &#8220;mütterliche Bezugsperson&#8221;, oder, Wertschätzung erfahren habe. Von niemandem. Es hatte mich ja niemand &#8220;gezwungen&#8221;, zu helfen, hiess es. Man hat mir sogar fragwürdige Absichten unterstellt bzw. Egoismus&#8230;vielleicht, um meine sogenannte &#8220;Einsamkeit&#8221; zu kompensieren, wie man mir unterstellen zu dürfen glaubte. Ich bin unverheiratet und lebe sehr bewusst und gern allein und unabhängig. In all&#8217; den Jahren habe ich viel Hohn, Spott und Verachtung &#8220;geerntet&#8221;. Niemand aber wollte genauer hinschauen. Niemand wollte den jungen Menschen einmal näher kennenlernen. Und niemand ist überhaupt auf die Idee gekommen, dass ich diesem Menschen aus Menschenliebe geholfen habe. Ich weiß aus eigener, quälender Erfahrung, wie es sich anfühlt, misshandelt&#8230;und verstossen zu werden. Meine &#8220;Freunde&#8221; habe ich verloren, meine freiberufliche Arbeit als Übersetzerin (ich übersetzte in die und aus der Sprache des Herkunftlandes des Menschen, von dem ich hier erzähle) konnte ich nicht mehr weitermachen aufgrund der dauernden emotionalen und psychischen Belastung&#8230;Seine Diagnose: Paranoide Schizophrenie. Als Differenzialdiagnose: Schizoaffektive Psychose&#8230;Dies nach anderen Diagnosen, wie &#8220;Anpassungsstörung, Depression, Schweres Borderlinesyndrom, Narzisstische Persönlichkeitsstörung&#8221;&#8230; Sämtliche  Ärzte, Sozialarbeiter, Sozialpsychiatrischer Dienst, Psychiater etc. haben sich über all&#8217; die Jahre nur &#8220;standardmässig&#8221;, sprich: kaum um ihn bemüht oder Interesse für ihn oder für mich gezeigt. Es fehlte zudem jegliche Koordinierung und Zusammenarbeit unter den für ihn wichtigen und zuständigen Ärzten. Immerhin galt hier ein besonderes Verantwortungsbewusstsein - wegen der Kombination &#8220;HIV und Schizophrenie&#8221;! Man stelle sich allein die Medikamente und ihre Wechselwirkung bzw. Verträglichkeit vor!&#8230; Andererseits haben sie mich allein gelassen mit der ganzen Verantwortung und einer Belastung, die ein dauernder Katastrophenalarm war&#8230;auch aufgrund der zahllosen und lebensgefährlichen Selbstverletztungen, die sich der junge Mensch zufügte&#8230;Mehr als einmal habe ich ihm das Leben gerettet, ihn auf eigene Kosten ins Krankenhaus gebracht, ihn begleitet bei wichtigen Terminen. Er war anfänglich nicht so firm in der deutschen Sprache und hatte aufgrund seiner Psyche erhebliche Konzentrationsschwierigkeiten. Auf mein Bitten um begleitende Hilfe, um das sooft in den Arztbriefen von den Psychiatern als dringend empfohlene &#8220;Netzwerk&#8221; und auf mein Bitten um fachmännische Unterstützung vonseiten der für ihn zuständigen &#8220;Experten&#8221; ist man nicht eingegangen&#8230; Ich bezeichne das als unterlassene Hilfestellung. Man hat nicht nur mich alleingelassen, sondern auch ihn. Als ich ihn kennenlernte, war er gerade 21 Jahre alt geworden. Ich frage mich, wie &#8220;gefühlskalt&#8221; muss man sein, sich nicht in die Lage eines so jungen Menschen versetzen zu können, der nicht nur durch schwerste Traumatisierungen psychisch krank geworden ist, sondern nach einem ersten Suizidversuch  in der hiesigen, geschlossenen Psychiatrie landet und nach einem Bluttest eine Woche später von der Stationsärztin mitgeteilt bekommt, er sei HIV-positiv! Der Skandal war gewesen, dass der HIV-Bluttest nach einer Woche noch unvollständig war (Westernblot) und nicht mit seinem bewussten Einverständnis gemacht worden war. Ich habe lange in der AIDS-Hilfe gearbeitet und war schon seinerzeit bestens informiert über Patientenrecht etc&#8230;Er hätte ein Recht auf Schmerzensgeld gehabt und ich hatte zusammen mit der AIDS-Hilfe einen Rechtsanwalt konsultiert. Als psychisch Kranker in der geschlossenen Psychiatrie aber hätte er keine Chance gehabt. Und ich, als nicht &#8220;familienangehörig&#8221; auch nicht. Ich habe viel Geld bezahlt&#8230;und nichts erreicht!<br />
Ich möchte abschließend noch hinzufügen, dass ich eine psychisch kranke Mutter habe (manisch-depressiv; psychotisch) und eine irreversibel kranke, jüngere Schwester (katatone, paranoide Schizophrenie)&#8230;mein Vater hat sich sehr jung aus Verzweiflung das Leben genommen&#8230;und mich &#8220;alleingelassen&#8221;. Ich selbst bin &#8220;gesund&#8221;, was mir heute manchmal wie ein Fluch, wie ein Verhängnis vorkommt. Der Rest der Verwandtschaft hat sich distanziert und weggeschaut&#8230;bis heute. Gleichwohl betätigt sie sich gern und oft als Spender bei Charity-Veranstaltungen für Hilfsprojekte in der Welt, was freilich &#8220;sauberer&#8221; und bequemer ist&#8230;weil schön weit weg.</p>
<p>All&#8217; dies habe ich erzählen wollen, um Sie wissen zu lassen, dass ich nachempfinden kann, wie Sie sich fühlen&#8230;Ich hoffe, Sie empfinden mich nicht als anmaßend. Es tut mir leid, dass ich Ihnen auch keine praktischen Tipps geben kann. Nur mein Mitgefühl.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen  kluge und herzensgute Menschen in Ihrer Nähe, die zu Ihnen halten und das besitzen, was man Empathie und gelebte Mitmenschlichkeit nennt. Menschen, die Sie nicht allein lassen.</p>
<p>Weil heute Heiligabend ist, wünsche ich Ihnen - auch Ihrer Tochter - eine hoffentlich friedliche Weihnacht, und für das Neue Jahr, dass Ihnen Vieles &#8220;glücken&#8221; möge.<br />
Gelegentlich melde ich mich mal&#8230;<br />
Ihnen alles Gute, Kraft und Gesundheit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Einbeziehung von Angehörigen psychisch Kranker? In der Praxis nicht festzustellen! von Pepperona</title>
		<link>http://www.medusa-blog.de/einbeziehung-von-angehoerigen-psychisch-kranker-in-der-praxis-nicht-festzustellen/comment-page-1/#comment-503</link>
		<dc:creator>Pepperona</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 19:54:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medusa-blog.de/?p=177#comment-503</guid>
		<description>Hallo Angehörige,
zunächst hoffe ich, dass du ein wenig zur Ruhe kommen kannst.
Eigentlich ist es das Schlimmste an dieser Erkrankung, dass es eigentlich keine Ruhe gibt. In den Krankenhäusern sind nach meiner Erfahrung immer wechselnde Ärzte, es ist für viele Mediziner nur eine Durchgangsstation. Die Patienten sind dort unter dem Sammelbegriff "Psychisch Krank", das ist wie ein Krankenhaus, wo Körperkranke alle auf einer Abteilung sind, Herzinfarkt, Knochenbruch, Magenschleimhautentzündung und Geburtsabteilung.

Es ist auch typisch, dass nie das Wort "Vater" fällt oder sonst ein anderer Angehöriger sich mit um deine Tochter kümmert. Warum kommt mir das nur so bekannt vor?

Gute Erfahrungen sind Mangelware. Das einzige Gute wäre, was meine Tochter aber lange nicht hatte, wäre eine sogenannte "gute Phase". Also eine Zeit, wo es ruhig verläuft, sie geistig gut drauf ist und vielleicht eine Krankheitseinsicht hat und man mit ihr reden kann.

Das ist schon lange nicht mehr möglich, wenn sie sagt das Gras ist blau, dann ist es blau. Und wenn sie unglücklich ist, weil sie den Großvater auf dem Gewissen hat, schuld an seinem Tod sei, dann lässt sie sich das nicht ausreden, dass es die Krankheit war, an der niemand Schuld hat.
Die Uneinsichtigkeit verhindert jede Kommunikation. Sie kommt nicht zur Ruhe, nicht mit sich selbst klar und nicht mit anderen. 
Das traurige ist dass sie unglücklich ist. Ich würde nur wünschen, dass sie öfter glücklich wäre, auch wenn sie mit Bäumen redet oder sonst etwas.

Bei dir stelle ich auch fest, dass die Situation mit einer kranken Tochter den Alltag besetzt, in den Gedanken ihren Platz einnimmt.
Dabei ist damit zu leben, denn eine Linderung ist bei einer Erkrankung in diesem fortgeschrittenem Stadium nicht absehbar und es bleibt immer die Ungewissheit, was noch kommen mag. Diese Gedanken stelle ich in die Ecke, wo sie natürlich nicht immer bleiben. 
Da kann ich dir nur virtuell wünschen, dass du ein wenig Frieden findest und fühl dich nicht ganz allein gelassen.
Adventliche Grüße von Pepperona</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Angehörige,<br />
zunächst hoffe ich, dass du ein wenig zur Ruhe kommen kannst.<br />
Eigentlich ist es das Schlimmste an dieser Erkrankung, dass es eigentlich keine Ruhe gibt. In den Krankenhäusern sind nach meiner Erfahrung immer wechselnde Ärzte, es ist für viele Mediziner nur eine Durchgangsstation. Die Patienten sind dort unter dem Sammelbegriff &#8220;Psychisch Krank&#8221;, das ist wie ein Krankenhaus, wo Körperkranke alle auf einer Abteilung sind, Herzinfarkt, Knochenbruch, Magenschleimhautentzündung und Geburtsabteilung.</p>
<p>Es ist auch typisch, dass nie das Wort &#8220;Vater&#8221; fällt oder sonst ein anderer Angehöriger sich mit um deine Tochter kümmert. Warum kommt mir das nur so bekannt vor?</p>
<p>Gute Erfahrungen sind Mangelware. Das einzige Gute wäre, was meine Tochter aber lange nicht hatte, wäre eine sogenannte &#8220;gute Phase&#8221;. Also eine Zeit, wo es ruhig verläuft, sie geistig gut drauf ist und vielleicht eine Krankheitseinsicht hat und man mit ihr reden kann.</p>
<p>Das ist schon lange nicht mehr möglich, wenn sie sagt das Gras ist blau, dann ist es blau. Und wenn sie unglücklich ist, weil sie den Großvater auf dem Gewissen hat, schuld an seinem Tod sei, dann lässt sie sich das nicht ausreden, dass es die Krankheit war, an der niemand Schuld hat.<br />
Die Uneinsichtigkeit verhindert jede Kommunikation. Sie kommt nicht zur Ruhe, nicht mit sich selbst klar und nicht mit anderen.<br />
Das traurige ist dass sie unglücklich ist. Ich würde nur wünschen, dass sie öfter glücklich wäre, auch wenn sie mit Bäumen redet oder sonst etwas.</p>
<p>Bei dir stelle ich auch fest, dass die Situation mit einer kranken Tochter den Alltag besetzt, in den Gedanken ihren Platz einnimmt.<br />
Dabei ist damit zu leben, denn eine Linderung ist bei einer Erkrankung in diesem fortgeschrittenem Stadium nicht absehbar und es bleibt immer die Ungewissheit, was noch kommen mag. Diese Gedanken stelle ich in die Ecke, wo sie natürlich nicht immer bleiben.<br />
Da kann ich dir nur virtuell wünschen, dass du ein wenig Frieden findest und fühl dich nicht ganz allein gelassen.<br />
Adventliche Grüße von Pepperona</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu &#8220;Si può fare - wir schaffen das schon&#8221; von Giulio Manfrdonia 2008 von Roman Czyborra</title>
		<link>http://www.medusa-blog.de/si-puo-fare-wir-schaffen-das-schon-von-giulio-manfrdonia-2008/comment-page-1/#comment-499</link>
		<dc:creator>Roman Czyborra</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 02:29:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medusa-blog.de/?p=143#comment-499</guid>
		<description>Mir und meinem Kumpanen hat der Film sehr gut gefallen: italienisches Temperament, sich nichts gefallen lassen und eine Perspektive ohne Verdämmern in der Krankheit suchen.  Wir planen seither eine soteriaähnliche Krisenbegleitung auf Gegenseitigkeit, an die sich ich auch eine Traumwandelei und ein Gründergarten anschließen soll, weil wir nicht auf ewig im stigmatisierten Separee verbleiben wollen, sondern unsere Fähigkeiten in die Gesellschaft konstruktiv einbringen.  Eindrucksvoll an dem Film ist, dass ausgerechnet ein charismatischer Gewerkschaftsfunktionär voll die Vorteile der Marktwirtschaft ausnutzt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir und meinem Kumpanen hat der Film sehr gut gefallen: italienisches Temperament, sich nichts gefallen lassen und eine Perspektive ohne Verdämmern in der Krankheit suchen.  Wir planen seither eine soteriaähnliche Krisenbegleitung auf Gegenseitigkeit, an die sich ich auch eine Traumwandelei und ein Gründergarten anschließen soll, weil wir nicht auf ewig im stigmatisierten Separee verbleiben wollen, sondern unsere Fähigkeiten in die Gesellschaft konstruktiv einbringen.  Eindrucksvoll an dem Film ist, dass ausgerechnet ein charismatischer Gewerkschaftsfunktionär voll die Vorteile der Marktwirtschaft ausnutzt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu &#8220;Si può fare - wir schaffen das schon&#8221; von Giulio Manfrdonia 2008 von oertzen</title>
		<link>http://www.medusa-blog.de/si-puo-fare-wir-schaffen-das-schon-von-giulio-manfrdonia-2008/comment-page-1/#comment-492</link>
		<dc:creator>oertzen</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 16:54:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medusa-blog.de/?p=143#comment-492</guid>
		<description>Genaus so habe ich das auch empfunden. Es wurde herabgesehen und vor allem wurden die Kranken als "Deppen" dargestellt. Liebenswerte Deppen, aber eben "Deppen". ich glaube nciht, dass ein Psychiatrieerfahrener diesen Film gut finden kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Genaus so habe ich das auch empfunden. Es wurde herabgesehen und vor allem wurden die Kranken als &#8220;Deppen&#8221; dargestellt. Liebenswerte Deppen, aber eben &#8220;Deppen&#8221;. ich glaube nciht, dass ein Psychiatrieerfahrener diesen Film gut finden kann.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Psychisch krank - es geht immer nur ums Geld von Pepperona</title>
		<link>http://www.medusa-blog.de/psychisch-krank-es-geht-immer-nur-ums-geld/comment-page-1/#comment-489</link>
		<dc:creator>Pepperona</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 19:05:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medusa-blog.de/?p=154#comment-489</guid>
		<description>Hallo,
schön, wieder einmal von dir zu hören, auch wenn es traurig ist und mir auch bekannt vorkommt in einigen Teilen. 
Als erstes fällt mir auf, dass immer nur das Wort Mutter und Tochter vorkommt und nicht mal Vater. Bei mir ist es so, dass der Erzeuger immer tausend Gründe hat, warum er aktuell z. B. seit über einem, bald 2 Jahren keinen Besuch gemacht hat.

Zeit, Stress und anderes, was ich hier wegen Datenschutz nicht nenne. Aber als Mutter könnte ich es nicht übers Herz bringen, keine Besuche auszuüben. Auch die sonstige Verwandtschaft hat nichts damit zu tun, macht keine Besuche, jeder hat ja so viel um die Ohren.

Eine mögliche Wohnung meiner Tochter würde auch total chaotisch sein, es würde überhaupt nicht gehen. Selbst als sie vor Jahren mal vorübergehend in einer WG war und der Zustand noch besser, sah es schlimm aus. Ich habe dann allerdings kein Problem es so zu lassen und zu kommentieren, dass ich so nicht wohnen könnte. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass ich für Leute, die gesunde Hände haben, nicht putze.
Für eine so kranke Frau wie meine Tochter kommt nur ein Wohnheim für psychisch Kranke in Frage. Ich weiß nicht, ob deine Tochter wirklich in der Lage ist, auf Dauer so zu leben, so sehr man ihr das wünscht.

Horrorszenarien in Geschäften kenne ich auch zur Genüge. Ich habe dann irgendwann festgelegt, dass sie von mir ein Taschengeld bekommt, das sie zur freien Verfügung hat und ich rege mich darüber nicht auf, wenn sie Kram kauft.

Der Bedarf nach Austausch ist hier ja leider sporadisch, ich würde mir ein Forum wünschen für Angehörige und sonstige Nahestehende von psychisch Schwerkranken wo man akut mal schreiben kann und Themen einstellt.

Der Bedarf es sich von der Seele zu schreiben ist ja allerseits da. Vielleicht auch ein gemeinsames Buchprojekt, wo bestimmte Aspekte in Kapiteln vorkommen um zu sehen, wo an den Lebensgeschichten Gemeinsamkeiten und Unterschiede sind und wo man sich Tipps geben kann oder auch nur mal Trost. Die Umwelt mag es ja nicht immer hören und ich rede auch nicht immer gerne drüber. Ich will einfach ein normales Leben, das ich ja auch größtenteils habe, allerdings oft mit der Tochter im Kopf, auch wenn es mir gut geht oder gerade dann. Was sie für ein trauriges unglückliches Leben hat, sie quält sich derzeit z.B. oft mit dem Gedanken, am Tod des Großvaters Schuld zu sein, dabei ist der an einer schweren Krankheit gestorben.

Von einem Kurs, wie man das besser hinkriegt, habe ich nicht gehört, würde aber sofort teilnehmen. Die normalen Angehörigengruppen sprechen mich nicht an, da die Krankheitsbilder zu weitläufig sind. Es kommen auch Neue hinzu, die dann ganz viel Hilfe brauchen, mich würde ein Forum mehr ansprechen, wo sich Leute austauschen und es so auch unabhängig ist von Zeit und Raum.

Natürlich sind die Mütter auch die Geldgeber, ich zahle den Unterhalt und wenn jetzt wieder mal fast alle Kleidung weg ist, gehe ich einkaufen, allerdings nur gebraucht, weil das dann vielleicht auch bald wieder die falsche Farbe hat und deswegen weggeworfen oder zerstört wird.
Da ich die einzige Besucherin bin, habe natürlich ich die Fahrkosten und zahle auch Besuche im Cafe oder Restaurant. Das tue ich auch gerne, aber ich habe das Gefühl alleine im Boot zu sitzen und fühle mich damit alleingelassen. Da sich sonst niemand kümmert ist es natürlich dann wenn ich ausfallen sollte auch mal so, dass sie dann gar nicht mehr besucht wird. 
Meine Lebenseinstellung ist so, dass ich es mir schön mache. Egal ob eine Kerze am Abend, Konzertbesuche, Essen gehen oder sonstwas. Ein Ausgleich muss unbedingt sein, sonst zerbricht man. 
Herzliche Trostgrüße 

Pepperona</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,<br />
schön, wieder einmal von dir zu hören, auch wenn es traurig ist und mir auch bekannt vorkommt in einigen Teilen.<br />
Als erstes fällt mir auf, dass immer nur das Wort Mutter und Tochter vorkommt und nicht mal Vater. Bei mir ist es so, dass der Erzeuger immer tausend Gründe hat, warum er aktuell z. B. seit über einem, bald 2 Jahren keinen Besuch gemacht hat.</p>
<p>Zeit, Stress und anderes, was ich hier wegen Datenschutz nicht nenne. Aber als Mutter könnte ich es nicht übers Herz bringen, keine Besuche auszuüben. Auch die sonstige Verwandtschaft hat nichts damit zu tun, macht keine Besuche, jeder hat ja so viel um die Ohren.</p>
<p>Eine mögliche Wohnung meiner Tochter würde auch total chaotisch sein, es würde überhaupt nicht gehen. Selbst als sie vor Jahren mal vorübergehend in einer WG war und der Zustand noch besser, sah es schlimm aus. Ich habe dann allerdings kein Problem es so zu lassen und zu kommentieren, dass ich so nicht wohnen könnte. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass ich für Leute, die gesunde Hände haben, nicht putze.<br />
Für eine so kranke Frau wie meine Tochter kommt nur ein Wohnheim für psychisch Kranke in Frage. Ich weiß nicht, ob deine Tochter wirklich in der Lage ist, auf Dauer so zu leben, so sehr man ihr das wünscht.</p>
<p>Horrorszenarien in Geschäften kenne ich auch zur Genüge. Ich habe dann irgendwann festgelegt, dass sie von mir ein Taschengeld bekommt, das sie zur freien Verfügung hat und ich rege mich darüber nicht auf, wenn sie Kram kauft.</p>
<p>Der Bedarf nach Austausch ist hier ja leider sporadisch, ich würde mir ein Forum wünschen für Angehörige und sonstige Nahestehende von psychisch Schwerkranken wo man akut mal schreiben kann und Themen einstellt.</p>
<p>Der Bedarf es sich von der Seele zu schreiben ist ja allerseits da. Vielleicht auch ein gemeinsames Buchprojekt, wo bestimmte Aspekte in Kapiteln vorkommen um zu sehen, wo an den Lebensgeschichten Gemeinsamkeiten und Unterschiede sind und wo man sich Tipps geben kann oder auch nur mal Trost. Die Umwelt mag es ja nicht immer hören und ich rede auch nicht immer gerne drüber. Ich will einfach ein normales Leben, das ich ja auch größtenteils habe, allerdings oft mit der Tochter im Kopf, auch wenn es mir gut geht oder gerade dann. Was sie für ein trauriges unglückliches Leben hat, sie quält sich derzeit z.B. oft mit dem Gedanken, am Tod des Großvaters Schuld zu sein, dabei ist der an einer schweren Krankheit gestorben.</p>
<p>Von einem Kurs, wie man das besser hinkriegt, habe ich nicht gehört, würde aber sofort teilnehmen. Die normalen Angehörigengruppen sprechen mich nicht an, da die Krankheitsbilder zu weitläufig sind. Es kommen auch Neue hinzu, die dann ganz viel Hilfe brauchen, mich würde ein Forum mehr ansprechen, wo sich Leute austauschen und es so auch unabhängig ist von Zeit und Raum.</p>
<p>Natürlich sind die Mütter auch die Geldgeber, ich zahle den Unterhalt und wenn jetzt wieder mal fast alle Kleidung weg ist, gehe ich einkaufen, allerdings nur gebraucht, weil das dann vielleicht auch bald wieder die falsche Farbe hat und deswegen weggeworfen oder zerstört wird.<br />
Da ich die einzige Besucherin bin, habe natürlich ich die Fahrkosten und zahle auch Besuche im Cafe oder Restaurant. Das tue ich auch gerne, aber ich habe das Gefühl alleine im Boot zu sitzen und fühle mich damit alleingelassen. Da sich sonst niemand kümmert ist es natürlich dann wenn ich ausfallen sollte auch mal so, dass sie dann gar nicht mehr besucht wird.<br />
Meine Lebenseinstellung ist so, dass ich es mir schön mache. Egal ob eine Kerze am Abend, Konzertbesuche, Essen gehen oder sonstwas. Ein Ausgleich muss unbedingt sein, sonst zerbricht man.<br />
Herzliche Trostgrüße </p>
<p>Pepperona</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu &#8220;Si può fare - wir schaffen das schon&#8221; von Giulio Manfrdonia 2008 von M. Schor</title>
		<link>http://www.medusa-blog.de/si-puo-fare-wir-schaffen-das-schon-von-giulio-manfrdonia-2008/comment-page-1/#comment-475</link>
		<dc:creator>M. Schor</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 11:19:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medusa-blog.de/?p=143#comment-475</guid>
		<description>Den Film hab ich vor einiger Zeit mal gesehen, fand ihn damals aber recht krass, da auf die psychisch kranken meiner Meinung nach "herabgesehen" wird und das Ganze außerdem sehr einseitig aufgezogen ist. Na ja, ist aber wohl ansichtssache....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Den Film hab ich vor einiger Zeit mal gesehen, fand ihn damals aber recht krass, da auf die psychisch kranken meiner Meinung nach &#8220;herabgesehen&#8221; wird und das Ganze außerdem sehr einseitig aufgezogen ist. Na ja, ist aber wohl ansichtssache&#8230;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu &#8220;Si può fare - wir schaffen das schon&#8221; von Giulio Manfrdonia 2008 von Pepperona</title>
		<link>http://www.medusa-blog.de/si-puo-fare-wir-schaffen-das-schon-von-giulio-manfrdonia-2008/comment-page-1/#comment-436</link>
		<dc:creator>Pepperona</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 19:36:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medusa-blog.de/?p=143#comment-436</guid>
		<description>Hallo,
ich kenne den Film (noch) nicht. Ich war als Angehörige schon in vielen Kliniken, und dort versucht niemand, die Leute unnötig festzuhalten. Es ist leider so, dass es nicht nur Leute mit "Macken" gibt, sondern eben auch psychisch schwer Kranke und Gestörte, zu denen z.B. meine Tochter gehört. Ich mute ihr trotzdem ein eigenes Leben zu, ich bin keine Glucke und denke, die meisten Frauen sind es nicht. Wenn sie sich um die psychisch kranken erwachsenen Kinder kümmern, dann eben weil sie es müssen und sich andere Verwandte zurück ziehen. Es kümmern sich auch bestimmt viele nicht, denn ich treffe in Klinik oder im Wohnheim selten auf Angehörige.
Ich würde mich über einen Austausch mit betroffenen Angehörigen von Langzeitkranken freuen. Wie werden bestimmte Situationen erlebt? Was sind gemeinsame, was trennende Erfahrungen?
Vielleicht ein gemeinsames Buchprojekt ?

Wie ist es Judith mit der eigenen Wohnung ergangen?

Nette Grüße

Pepperona</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,<br />
ich kenne den Film (noch) nicht. Ich war als Angehörige schon in vielen Kliniken, und dort versucht niemand, die Leute unnötig festzuhalten. Es ist leider so, dass es nicht nur Leute mit &#8220;Macken&#8221; gibt, sondern eben auch psychisch schwer Kranke und Gestörte, zu denen z.B. meine Tochter gehört. Ich mute ihr trotzdem ein eigenes Leben zu, ich bin keine Glucke und denke, die meisten Frauen sind es nicht. Wenn sie sich um die psychisch kranken erwachsenen Kinder kümmern, dann eben weil sie es müssen und sich andere Verwandte zurück ziehen. Es kümmern sich auch bestimmt viele nicht, denn ich treffe in Klinik oder im Wohnheim selten auf Angehörige.<br />
Ich würde mich über einen Austausch mit betroffenen Angehörigen von Langzeitkranken freuen. Wie werden bestimmte Situationen erlebt? Was sind gemeinsame, was trennende Erfahrungen?<br />
Vielleicht ein gemeinsames Buchprojekt ?</p>
<p>Wie ist es Judith mit der eigenen Wohnung ergangen?</p>
<p>Nette Grüße</p>
<p>Pepperona</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Schwieriger Umzug - chronische Schmerzen von Pepperona</title>
		<link>http://www.medusa-blog.de/kongress-recovery-in-bozen/comment-page-1/#comment-423</link>
		<dc:creator>Pepperona</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 20:33:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medusa-blog.de/?p=108#comment-423</guid>
		<description>Hallo, es ist ja immer toll, wenn die "psychisch Kranken" in der Welt noch so weit selbständig zurecht kommen und durch Ironie oder sonstwas ihre Lage reflektieren können.
Ich habe Probleme damit, dass meine Tochter schon lange nicht mehr selbständig leben kann und in einer Unterbringung ist. Sie hat den Bezug zur Realität schon lange verloren und lebt in ihrer eigenen Welt, sie glaubt derzeit, sie wäre ein kleines Kind. Dieses Spiel kann ich natürlich nicht bedienen, mir bleibt nur die Distanz, ich habe ein eigenes Leben und kann sie nur gelegentlich besuchen, ihr aber nicht helfen.
Manchmal hilft die Verdrängung, manchmal kommt nachts das Kopfkarussel.
Alle Verwandten denken die Mutter ist zuständig. Anders als bei dir, Angeörige, regiert die Umwelt nicht hinein mit Ratschlägen, das Thema interessiert nicht.
Trotz Suche im Internet habe ich kein Forum gefunden, wo ich mich mit Angehörigen von schwerst psychisch Kranken austauschen kann zu verschiedenen Aspekten.
Manchmal denke ich, ich müsste mir ein wenig von der Seele schreiben, dann denke ich, das liest eh niemand.

LG Pepperona</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, es ist ja immer toll, wenn die &#8220;psychisch Kranken&#8221; in der Welt noch so weit selbständig zurecht kommen und durch Ironie oder sonstwas ihre Lage reflektieren können.<br />
Ich habe Probleme damit, dass meine Tochter schon lange nicht mehr selbständig leben kann und in einer Unterbringung ist. Sie hat den Bezug zur Realität schon lange verloren und lebt in ihrer eigenen Welt, sie glaubt derzeit, sie wäre ein kleines Kind. Dieses Spiel kann ich natürlich nicht bedienen, mir bleibt nur die Distanz, ich habe ein eigenes Leben und kann sie nur gelegentlich besuchen, ihr aber nicht helfen.<br />
Manchmal hilft die Verdrängung, manchmal kommt nachts das Kopfkarussel.<br />
Alle Verwandten denken die Mutter ist zuständig. Anders als bei dir, Angeörige, regiert die Umwelt nicht hinein mit Ratschlägen, das Thema interessiert nicht.<br />
Trotz Suche im Internet habe ich kein Forum gefunden, wo ich mich mit Angehörigen von schwerst psychisch Kranken austauschen kann zu verschiedenen Aspekten.<br />
Manchmal denke ich, ich müsste mir ein wenig von der Seele schreiben, dann denke ich, das liest eh niemand.</p>
<p>LG Pepperona</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Was wir Angehörigen alles nicht dürfen&#8230; von K.Witzgall</title>
		<link>http://www.medusa-blog.de/was-wir-angehoerigen-alles-nicht-duerfen/comment-page-1/#comment-390</link>
		<dc:creator>K.Witzgall</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 20:44:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medusa-blog.de/?p=102#comment-390</guid>
		<description>Hab mich in vielen wieder gesehen, mein Mann ist manisch-depressiv und es hat Jahe dedauert bis ich es erkannt habe. Du denkst manchmal es ist alles nicht so schlimm, aber du selber verlierst an Kraft und musst selber Medikamente nehmen, damit du mit der Situation zurecht kommst.Er erkennt seine Krankheit nicht an und meint geht immer wieder weiter auch ohne Medikamente.Auch die kinder leiden darunter . Die Last alles Aufrecht zu erhalten wird immer größer und meine Kraft immmer weniger.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hab mich in vielen wieder gesehen, mein Mann ist manisch-depressiv und es hat Jahe dedauert bis ich es erkannt habe. Du denkst manchmal es ist alles nicht so schlimm, aber du selber verlierst an Kraft und musst selber Medikamente nehmen, damit du mit der Situation zurecht kommst.Er erkennt seine Krankheit nicht an und meint geht immer wieder weiter auch ohne Medikamente.Auch die kinder leiden darunter . Die Last alles Aufrecht zu erhalten wird immer größer und meine Kraft immmer weniger.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Es geht ihr wieder schlecht von angehoerige</title>
		<link>http://www.medusa-blog.de/es-geht-ihr-wieder-schlecht/comment-page-1/#comment-385</link>
		<dc:creator>angehoerige</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 17:14:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medusa-blog.de/?p=48#comment-385</guid>
		<description>Ich würde mich freuen, wenn wir uns austauschen könnten. Ich werde jetzt öfter schreiben und meine guten und schlechten Erfahrungen mitteilen. UNd auf interessante Bücher hinweisen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich würde mich freuen, wenn wir uns austauschen könnten. Ich werde jetzt öfter schreiben und meine guten und schlechten Erfahrungen mitteilen. UNd auf interessante Bücher hinweisen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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